Kino Kaarst: Extrawurst
25 Februar >> 20:00 - 21:30

Am 25. Februar um 17:00 und 20:00 Uhr im Kino Kaarst
Deutschland 2025; Genre: Komödie; Regie: Marcus H. Rosenmüller; Laufzeit: 98 Min.; FSK: ab 12 Jahren; Darsteller: Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim, Anja Knauer, Friedrich Mücke, Gaby Dohm, Milan Peschel, u.a.
Kurzinfo: Mitgliederversammlung des Tennisclubs Lengenheide: Einvernehmlich stimmt man über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier ab. Dann aber soll ein zweiter Grill her – für Erol, einziges muslimisches Vereinsmitglied. Für seine neue Komödie vereint Marcus H. Rosenmüller Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Friedri Das Theaterstück „Extrawurst“ hat in den letzten Jahren bundesweit große Erfolge gefeiert und avancierte in der Spielzeit 2021/2022 zum meistgespielten Stück Deutschlands. Der von Publikum und Presse gefeierte Theaterhit der Comedy-Autoren Dietmar Jacobs (STROMBERG, PASTEWKA) und Moritz Netenjakob (STROMBERG, LADYKRACHER) wurde nun mit einem großartigen Schauspielerensemble fürs Kino verfilmt.
Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim) und das einzige muslimische Mitglied des Vereins einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill…
Nein, Sönke Wortmann hat mit dieser Produktion nichts zu tun, auch wenn alles an seine Filme DER VORNAME, DER NACHNAME oder DER SPITZNAME erinnert. In uns wohlbekannter Kammerspiel-Manier treffen hier nicht gute Freunde, sondern die Mitglieder des Tennisclubs Lengenheide bei der jährlichen Mitgliederversammlung aufeinander. Die Tagesordnungspunkte sind unter der versierten Führung des langjährigen Vorsitzenden Heribert (Hape Kerkeling) schnell abgehakt, schließlich will man zügig zum angenehmen Teil des Abends übergehen. Aber halt unter Verschiedenes ist noch was: Die Anschaffung eines neuen Grill für das beliebte Sommerfest, der sich sicher schnell rechnen würde.
Doch die Abstimmung läuft nicht so fix wie geplant, gibt es doch den Vorschlag, einen zweiten Grill für das einzige türkischstämmige Mitglied des Vereins zu kaufen. Schließlich kann der ja nicht seine Würstchen auf einem Grill vollgepackt mit Schweinefleisch zubereiten. Der woke gemeinte Vorschlag wirbelt allerhand Staub auf und bringt die Gefühle der eben noch gelangweilten Mitgliedergemeinschaft zum Kochen. Die gut gemeinte Idee lässt Gutmenschen und Hardliner, Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken frontal aufeinander stoßen. Voreilig formulierte Sätze und gern angenommene Missverständnisse legen Stück für Stück einen Alltagsrassismus frei, wie wir ihn nie öffentlich zugeben würden. Plötzlich spielt es keine Rolle mehr, dass man seit Jahrzehnten im selben Ort lebt oder gemeinsam zur Schule gegangen ist. Die gegenseitigen Vorwürfe werden immer respektloser und geradezu absurd. Herbert, der Vorsitzende, normalerweise der Chef im Ring, ist kleinlaut und versucht zu vermitteln, doch wenn er auf der einen Seite die Wogen glättet, entsteht auf der anderen Seite ein anderer Sturm. Allen wird schnell klar: Es geht um viel mehr als einen Grill…
