Kino Kaarst: Oh la la 2 – Neue Tests, Neues Chaos
16 September >> 17:00 - 18:45

Land: USA, Genre: Drama, Komödie, Darsteller: Olivia Wilde, Seth Rogen, Penélope Cruz, Edward Norton , u.a., Laufzeit: 107 Min., FSK: ab 12 Jahren, Regie: Olivia Wilde
Die französische Filmkomödie Oh la la 2 – Neue Tests, Neues Chaos setzt die turbulente Geschichte um familiäre Identitäten und Vorurteile humorvoll fort. Nachdem die Familienväter Frédéric und Gérard im ersten Teil die unerwarteten Wahrheiten über ihre Herkunft mühsam verdaut haben, soll endlich Ruhe einkehren. Das Kriegsbeil scheint begraben, da die anstehende Hochzeit ihrer Kinder die perfekte Gelegenheit bietet, als Familie enger zusammenzuwachsen. Doch der mühsam herbeigeführte Frieden hält nicht lange an, da das Schicksal eine neue Wendung für sie bereithält. Ein fehlerhafter DNA-Test wirbelt die bereits akzeptierten Stammbäume noch einmal komplett durcheinander und stellt alles auf den Kopf. Plötzlich taucht ein völlig unbekannter Cousin auf, der die familiäre Dynamik zusätzlich anheizt und für reichlich Zündstoff sorgt. Die neuen Testergebnisse offenbaren tief verborgene Geheimnisse, die alte Empfindlichkeiten und den Standesdünkel der Beteiligten sofort wieder aufleben lassen.
Regisseur Julien Hervé inszeniert das Sequel als ein gewohnt temporeiches Spiel mit nationalen Stereotypen und kulturellen Missverständnissen. Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens steht erneut das bewährte französische Schauspielquartett, das die Konflikte emotional und pointiert austrägt. Christian Clavier glänzt wieder in seiner Paraderolle des cholerischen und arroganten Weingutbesitzers Frédéric Bouvier-Sauvage..Didier Bourdon verkörpert den bodenständigen Autohändler Gérard Martin, der sich erneut mit veränderten Wurzeln konfrontiert sieht.Unterstützt werden die beiden Sturköpfe von Sylvie Testud als Nicole Martin und Marianne Denicourt als Catherine Bouvier-Sauvage. Während die Ehemänner sich in neue verbale Duelle stürzen, versuchen die Frauen verzweifelt, das Chaos der Hochzeitsvorbereitungen zu bändigen. Die Komödie nutzt absichtlich überspitzte Situationen, um gesellschaftliche Reibungspunkte und den oft absurden Nationalstolz humorvoll zu hinterfragen. Dabei lässt der Film kaum ein Fettnäpfchen aus und liefert Schlag auf Schlag politisch unkorrekte Witze und humoristische Verwicklungen. Kritiker bemängeln zwar stellenweise das Recycling von Gags aus dem ersten Teil, loben aber das spielfreudige Ensemble. Insbesondere Clavier zieht alle Register seines komödiantischen Könnens und übernimmt in der Fortsetzung sogar eine amüsante Doppelrolle. Der Film führt dem Zuschauer auf charmante Weise vor Augen, wie unwichtig genetische Stammbäume für das echte familiäre Glück sind. Am Ende steht trotz aller Streitigkeiten und kultureller Gräben die Erkenntnis über die unschätzbare Notwendigkeit von innerer Harmonie im Vordergrund. Das Werk bleibt somit ein unkomplizierter, unterhaltsamer Kinospaß, der sich perfekt für einen entspannten Abend voller Lacher eignet.
